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Körperfettanteil – Muskulös vs. Skinny Fat

Häufig wird das Körpergewicht als wesentlicher Indikator für einen gesunden, fitten und schlanken Körper angesehen. Tatsächlich spielt der Körperfettanteil dabei jedoch eine weitaus größere Rolle. Der Körperfettanteil beziffert die Fettmenge, die anteilig pro Kilogramm Körpergewicht vorhanden ist. Beim Berechnen des Körperfettanteil spielen Geschlecht, Alter, Gewicht sowie der Körperbau eine wichtige Rolle. Ist der Körperfettanteil zu hoch, kann dies zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Der Köperfettanteil sollte daher im Auge behalten und gemessen werden. Zum Berechnen des Körperfettanteils gibt es verschiedene Methoden. Das Berechnen des Körperfettanteils ist nicht nur im Rahmen einer Gewichtsreduktion wichtig, denn auch eine schlanke Frau / Mann kann einen viel zu hohen Körperfettanteil haben.

Gleiches Gewicht, aber ein unterschiedlicher Körperfettanteil

Der Körperfettanteil hat nur indirekt etwas mit dem Gewicht zu tun. Der Körper besteht im Wesentlichen aus Muskeln, Fett und Wasser. Der Anteil an Muskel- und Fettgewebe ist bei jeder Frau / Mann individuell verschieden. Das spezifische Gewicht von Muskelmasse und Fettgewebe ist jedoch nicht identisch. Muskelmasse ist weitaus schwerer als Fettgewebe, sodass Menschen mit einem hohen Fettanteil durchaus ein geringeres Körpergewicht haben können als Menschen mit einem hohen Anteil an Muskelmasse und einem niedrigen Körperfettanteil. Das Gewicht einer Frau / Mann sagt daher noch nichts über ein gesundes Verhältnis von Körperfett und Muskelmasse aus. Auch sehr schlanke Menschen können einen viel zu hohen Körperfettanteil haben. Nur das Gewicht zu reduzieren macht noch keinen fitten und gesunden Körper. Das Berechnen des Körperfettanteils ist daher wichtig. Ein “gesunder” Fettanteil liegt bei Männern zwischen 12% und 20%, bei Frauen zwischen 20% und 30%. Ein Körperfettanteil, der über diesen Werten liegt, ist für jede Frau / Mann ungesund. Ein niedriger Körperfettanteil kann indes ein Indiz für eine gesunde Lebensweise und eine hohe Fitness sein, kann aber ebenso auf eine ungesunde Lebensweise hindeuten.

Körperfett reduzieren und Skinny Fat vermeiden

Das Gewicht zu reduzieren, führt nicht automatisch zu einer Reduktion des Körperfetts, denn bevor der Körper auf die Fettreserven zurückgreift, verliert er zunächst einmal Wasser. Muskeln benötigen Energie. Kommt es im Rahmen einer Diät zu einer negativen Energiebilanz, erfolgt zuerst ein Abbau der Muskelmasse. Erst wenn trotz verminderter Energiezufuhr und verringertem Energiebedarf immer noch eine negative Energiebilanz besteht, greift der Körper auf die Fettreserven zurück. Alleine durch das Reduzieren der Kalorienzufuhr verliert der Körper zwar an Gewicht, jedoch nicht unbedingt an Körperfett.
Insbesondere Crash-Diäten führen gerne zu einem Skinny Fat Körper. Skinny Fat ist schlanker Körper mit einem hohen Körperfettanteil. Die Betroffenen nehmen den Skinny Fat Effekt oftmals gar nicht bewusst wahr, denn sie berechnen ihren Körperfettanteil und nicht und achten stattdessen nur auf eine Gewichtisreduktion. Ein Skinny Fat Körper kann in bekleidetem Zustand durchaus fit erscheinen. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Ein zu hoher Fettanteil ist auch für eine schlankeFrau / Mann ungesund und wirkt sich negativ auf die Optik aus. Wird die Diät durch ein Training zum Erhalt der Muskulatur ergänzt, kann dem Skinny Fat Effekt entgegen gewirkt werden. Dabei ist es wichtig nicht nur das Gewicht zu kontrollieren, sondern auch den Körperfettanteil zu berechnen und zu reduzieren.