Festes Shampoo, Haarseife, Shampooseife oder Shampoo-Bar hier findest du alle Infos zu Unterschieden und Vorteilen. Foto: Tabitha Mort, Pexels

Festes Shampoo und Haarseife im Vergleich

Shampoo gibt es auch als plastikfreie Alternative: Haarseifen und feste Shampoos beziehungsweise Shampoo-Bars erobern seit kurzem den Kosmetikmarkt. Wir stellen dir die neuen Produkte für die Haarpflege vor, zeigen wo die Unterschiede und ihre jeweiligen Vorteile sind.

Unterschiede zwischen Haarseife und festem Shampoo

Haarseife und Shampoo-Bars sind feste Haarwaschprodukte. Obwohl beide wie ein Seifenstück aussehen, ist ihre Zusammensetzung unterschiedlich. Demzufolge ist ihre jeweilige Wirkung auch für jeden Haartyp anders. 

Festes Shampoo/Shampoo-Bar

Festes Shampoo oder Shampoo-Bar ist in seiner Zusammensetzung vergleichbar mit herkömmlichem Shampoo. Es enthält Tenside, die das Fett lösen und pflanzliche Öle.

Der einzige Unterschied ist, dass es nicht flüssig sondern fest ist. Beim festen Shampoo werden die Inhaltsstoffe vermengt, in Form gepresst und getrocknet. Daher ist die Waschleistung beim Shampoo Bar auch mit hartem Wasser gut. 

Der Name Shampoo-Bar kommt aus dem Englischen und ist abgeleitet vom Wort “bar of soap”, das übersetzt Seifenstück heißt.

Haarseife/Shampooseife

Haarseife oder Shampooseife ist gesiedete Seife und besteht, wie jede andere Seife auch, aus Ölen, Fett und Lauge. Diese Fette verbleiben dann im Haar. Wie gut eine Haarseife rückfettet, hängt von den verwendeten Fetten oder Ölen und deren Menge ab. 

Ein Nachteil der Haarseife ist, dass sie bei stark kalkhaltigem Wasser (sogenanntem harten Wasser) in der Waschleistung gemindert wird. Dadurch entsteht das Gefühl, dass die Haare nicht sauber und sogar strähnig sind.

Ein Gegenmittel hierfür ist eine saure Rinse. Sie besteht aus kaltem Wasser mit Essig oder Zitronensäure. Nach dem Haare spülst du damit deine Haare. Zusätzlich schließt die saure Rinse die Schuppenschicht und das Haar wird dadurch glatter und leichter kämmbar.

Festes Shampoo, Shampoo-Bar, Haarseife oder Shampooseife. Du bist auf der Suche nach einer nachhaltigen Alternative zu flüssigem Shampoo, die zu deinem Haartyp passt? Hier erfährst du, was die unterschiedlichen Sorten voneinander unterscheidet und welches feste Produkt am besten zu dir passt. #festesshampoo #haarseife #shampoobar #shampooseife #nachhaltigkeit #naturkosmetikk #haarpflege Foto: Element5 Digital

Das sind die Vorteile gegenüber flüssigem Shampoo

Eine Gemeinsamkeit von Haarseife und festem Shampoo ist, dass sie jeweils kein Polyquaternium-7 enthalten. Dieser Inhaltsstoff ist in flüssigem Shampoo enthalten und soll das Ziepen verhindern, indem es sich als Plastikfilm um das Haar legt. Das ist zwar praktisch, doch es gelangt es in Form von Mikroplastik in unsere Gewässer und schadet somit der Umwelt. 

In flüssigem Shampoo ist neben den wichtigen Tensiden und anderen Inhaltsstoffen hauptsächlich Wasser enthalten. Das führt dazu, dass eine Shampoo-Flasche viel schneller leer ist, als ein festes Produkt. Da in einer Shampooseife oder einem Shampoo-Bar kein Wasser enthalten ist, ist es viel ergiebiger und für dich daher auch günstiger.

So bekommst du genügend Schaum bei einem festen Shampoo Foto: Daniele Levis Pelusi, Unsplash

Haare waschen mit festen Produkten – geht das bei jedem Haar? 

Nicht jedes feste Produkt ist für jeden Haartyp geeignet. Inzwischen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte für die verschiedensten Haarbedürfnisse. Wenn du feste Produkte ausprobieren willst, solltest du folgendes beachten: 

  • Haarseife sorgt für mehr Griffigkeit und Volumen und eignet sich gut für trockenes Haar. Wenn du zu schnell fettendem Haar neigst, solltest du eine Haarseife mit weniger Fett verwenden. Noch besser geeignet ist festes Shampoo, denn es schäumt und wäscht vergleichbar mit flüssigem Shampoo aus der Plastikflasche. Dies ist auch für dünne Haare ideal.
  • Haarseife schäumt weniger als flüssiges Shampoo. Bewege das Seifenstück daher etwas länger in den feuchten Händen. Mit einem Seifenbeutel oder Waschlappen kannst du diesen Prozess beschleunigen. Mit einer ausreichenden Menge an Schaum kannst du das Produkt leichter im gesamten Haar verteilen. Die Waschleistung ist dann genau so gut, wie bei einem flüssigen Shampoo.
  • Deine Haut und Haare haben sich an flüssiges Shampoo und dessen chemische Inhaltsstoffe gewöhnt. Die Umgewöhnung an feste Produkte oder Naturkosmetik kann je nach Haartyp bis zu mehreren Wochen dauern. Hab daher ein wenig Geduld, auch wenn deine Haare am Anfang trockener und weniger glänzend sind. Durch das neue Produkt sind sie quasi auf “Entzug” von Silikonen & Co. Diese Rückstände haben sich über die Zeit in mehreren Schichten auf den Haar gelegt. Diese müssen nun nach und nach entfernt werden. Dann erst können die Inhaltstoffe der festen Produkte in das Haar gelangen, dein Haar pflegen und wieder zu natürlichem Glanz verhelfen.

Schöne und gesunde Haare durch festes Shampoo. Foto: Element5 Digital, Unsplash

Darum solltest du zu festem Shampoo wechseln

Vom Augen-Make-up-Entferner bis zur Zahnbürste, im Badezimmer stapeln sich haufenweise Produkte aus Plastik. Einiges von diesem Plastik gelangt ins Meer. Denn Deutschland exportiert rund 30 Prozent der Plastikabfälle ins Ausland, etwa nach Indonesien oder Vietnam.

Mit dieser Menge an Plastikmüll sind die Länder aber überfordert und so findet das Plastik seinen Weg ins Meer. Dort schaden unsere Shampoo-Flaschen & Co. den Meeresbewohnern. Durch die Strömung wird aus Folien und Flaschen Mikroplastik und das Gleichgewicht der Meere gerät zunehmend aus der Balance.

Egal, ob du dich für festes Shampoo oder eine Haarseife entscheidest, beide Varianten schonen auf jeden Fall die Umwelt: Sie sind plastikfreie Alternativen, die nicht nur verpackungsärmer und ergiebiger sind, sondern natürlichere Inhaltsstoffe haben. Hier findest du noch viel mehr Tipps, wie du Mikroplastik in deinem Alltag vermeiden kannst.

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