Ursachen von Haarausfall erkennen und Tipps gegen Haarausfall. Foto: Riccardo Mion

Ursachen von Haarausfall erkennen und richtig behandeln

Haarausfall stellt sowohl für Männer als auch Frauen ein schwerwiegendes Problem dar. Wichtig ist es, die tatsächliche Ursache zu erkennen, um den Haarausfall professionell zu behandeln. Doch auch mit einfachen Hausmitteln kann man seine Haare stärken und Haarausfall vorbeugen.

Verschiedene Formen von Haarausfall

Solltest du dich nach dem Haarewaschen oder Bürsten über die vielen ausgefallenen Haare wundern: in den meisten Fällen ist alles im grünen Bereich. Denn jeder Mensch verliert täglich 70 bis 100 Haare.

Von Haarausfall spricht man erst, wenn dir über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Da Haarausfall in unterschiedlichen Formen auftritt, kann man daran auch häufig die Ursache erkennen:

  • Erblich bedingter Haarausfall: Er macht sich bei Frauen mit lichter werdendem Haar um den Mittelscheitel und bei Männern mit Geheimratsecken, Stirnglatze und Glatze bemerkbar. Die Ursache ist erblich bedingt. Beim erblich bedingten Haarausfall, wird das männliche Sexualhormon Testosteron verstärkt produziert.
  • Diffuser Haarausfall: Er tritt gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auf und macht sich mit immer dünner werdendem Haar bemerkbar. Als Ursachen kommen Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, eine Autoimmunerkrankung oder die Einnahme verschiedener Medikamente wie Betablocker, Allopurinol oder Antibiotika in Frage.
  • Kreisrunder Haarausfall: Kreisrunden Haarausfall erkennt man an scharf begrenzten, kreisförmigen, kahlen Arealen an verschiedenen Stellen. Die Ursachen sind weitgehend unbekannt. Man vermutet psychischen Stress oder Erkrankungen.
  • Mechanischer Haarausfall: Die Ursachen hier sind zu straffe Frisuren wie Pferdeschwänze, Aufwickeln auf Lockenwickler oder das ständige Tragen von Basecaps.
  • Vernarbender Haarausfall: Auf dem Kopf treten kahle, gerötete, juckende Stellen auf, an denen sich Narben bilden. Die Ursachen hierfür sind verschiedene Erkrankungen.

Haarausfall muss professionell diagnostiziert werden, um es richtig zu behandeln. In unserem Überblick stellen wir dir verschiedene Haarausfall-Formen vor. Außerdem Haarpflege-Tipps, um Haarausfall vorzubeugen. 💆 #haarausfall #haarpflege #Minoxidil #Thiocyn #biotin #kokosöl #arganöl Foto: Riccardo Mion

Das kannst du gegen Haarausfall tun

Es sind also häufig Erkrankungen des Stoffwechsels, Hormonschwankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten der Grund für Haarausfall. Bemerkst du, dass dir vermehrt Haare ausfallen, solltest du also immer einen Arzt konsultieren und dich nicht selbst behandeln.

Ein Hautarzt ist der erste Ansprechpartner, wenn es um Haarausfall geht. Er untersucht deine Kopfhaut, nimmt eine Haarprobe oder überprüft dein Blut. Der Hautarzt stellt dadurch die Form deines Haarausfall fest und kann so auch die genaue Ursache herausfinden. Dementsprechend wird eine Behandlung vorgeschlagen, die deinen Haarausfall verzögern oder sogar stoppen kann.

Diese Wirkstoffe helfen bei Haarausfall

Abhängig von der Ursache des Haarausfalls können verschiedene Produkte für die innere und äußere Anwendung helfen. Die meisten Medikamente im Handel sind für den erblich bedingten Haarausfall konzipiert.

Der Arzneistoff Minoxidil wird zur Behandlung von Haarausfall in Form von Shampoo, Schaum oder Tinktur eingesetzt. Es verbessert die Durchblutung der Kopfhaut und versorgt die Haarwurzeln mit Nährstoffen. Minoxidil darf nicht von schwangeren und stillenden Frauen angewendet werden.

Gegen diffusen Haarausfall, bei dem das Haar immer dünner wird, kann Thiocyn als Haarwasser verwendet werden. Es wird vor allem für Frauen in den Wechseljahren empfohlen. Es enthält den körpereigenen Wirkstoff Thiocyanat.

Für die innere Anwendung eignen sich Nahrungsergänzungsmittel mit Zink, Eisen, essentiellen Aminosäuren, Biotin und Vitamin E. Auch der Wirkstoff Priorin wird zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall bei Frauen in Form von Kapseln für die innere Anwendung angeboten.

Haarausfall mit Hausmitteln behandeln

Um Haarausfall vorzubeugen und es auf natürliche Weise einzudämmen, kannst auch auf Hausmittel zurückgreifen. Vor allem ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist, eine gute Voraussetzung gegen Haarausfall. Wichtige Vitamine, die das Haarwachstum fördern sind E und B7 (Biotin), sowie die Spurenelemente Eisen und Zink. Biotin ist auch in Pflegeprodukten enthalten, die äußerlich direkt auf der Kopfhaut wirken.

Auch Bockshornkleesamen wirken gegen Haarausfall und können als Zutat für Quark oder Salat und in einem Tee verwendet werden. Den Tee kannst du dabei sowohl trinken und als Haarspülung verwenden. Ein weiteres Hausmittel gegen Haarausfall ist die Brennnessel, die du ebenfalls zu Tee verarbeiten und innerlich wie äußerlich anwenden kannst.

Eine Haarpflege, die auf die Bedürfnisse deines Haares abgestimmt ist, ist eine wichtige Maßnahme für gesundes Haar und Kopfhaut. Oft reicht nur wenig des jeweiligen Haarproduktes aus, um dein Haar ausreichend zu versorgen. Hier kann beispielsweise auch eine Haarseife oder ein festes Shampoo helfen, da dies automatisch weniger schäumt. Egal ob flüssig oder fest: Wichtig ist, dass keine Rückstände im Haar verbleiben.

Produkte mit Arganöl haben eine antibakterielle Wirkung, die gereizte Kopfhaut pflegen und Haare viel Feuchtigkeit spenden. Hier erfährst du noch mehr über die Wirkung von Arganöl bei Haarausfall. Eine Kopfmassage mit Kokosöl ist ebenfalls gut für irritierte Kopfhaut. Das Kokosöl kann auch innerlich eingenommen werden.

Deine Haare freuen sich auch ab und an über eine Pause von Föhn und Glätteisen, sowie aggressiven Colorationen und Dauerwellen, um sich zu erholen.

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