Heilerde ist vielseitig für die äußere und innere Schönheit anwendbar. Foto: Indivar Kaushik, Unsplash

Wie Heilerde dein Hautbild und Wohlbefinden verbessert

Heilerde wird seit Jahrhunderten für die Naturheilkunde und Hautpflege eingesetzt. Wir geben dir einen Überblick, was Heilerde genau ist, was ihre Wirkung so besonders macht und wie du ihre positiven Eigenschaften für deine Haut nutzen kannst. Außerdem erfährst du, weitere Anwendungen von Heilerde, die sich positiv auf dein Wohlbefinden auswirken.

Was genau ist in Heilerde enthalten?

Heilerde entstand in der Eiszeit, als sich durch extreme Witterungsbedingungen und Gletscherbewegungen das Gestein zersetzte. Heilerde ist demzufolge eine kalkhaltige Bodenablagerung, besser bekannt als Löss. Zu finden ist der wirkungsvolle Lehm 30 Meter tief unter der Erde. Erst wenn der Löss getrocknet und gemahlen wird, entsteht die Heilerde in der Form, in der wir sie kennen.

Eine klar definierte Zusammensetzung hat Heilerde nicht. Je nach Herkunft besteht sie aus verschiedenen Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Natriumsalzen, Silizium, Kieselsäure, Eisenoxid oder Phosphaten und Spurenelementen. Umso vielseitiger fällt ihre Wirkung aus.

Heilerde kannst du innerlich und äußerlich anwenden. Lerne, wie das Naturwunder Heilerde sich auf deine Schönheit und dein Wohlbefinden auswirkt. Heilerde Haut | Heilerde Akne | Heilerde gegen Pickel | Heilerde Neurodermitis | Heilerde Seife | Klar Seifen | Heilerde Sodbrennen | Heilerde als Trockenshampoo | Heilerde Maske | Heilerde Anwendung | Heilerde bei Sonnenbrand | Heilerde Cellulite | Heilerde Ekzem | Heilerde Schuppenflechte | Heilerde Darm | Heilerde innerlich | Sich gutes tun

So wirkt Heilerde für schöne Haut und Wohlbefinden

Vor allem in der Kosmetik und Dermatologie hat sich der natürliche Schönmacher Heilerde einen großen Namen gegen Hautbeschwerden gemacht.

Sowohl unreine als auch fettige Haut, Pickel und Mitesser bringt sie wieder ins Gleichgewicht und hilft die Haut zu klären. Dies liegt an der hohen Ad- und Absorptionsfähigkeit und großen inneren Oberfläche der Heilerde. Daher kann sie Substanzen wie überschüssigen Talg und Hautfett aus den Poren aufnehmen und binden.

Doch sie unterstützt auch die Behandlung von schwerwiegenderen Hautproblemen wie Akne, Neurodermitis, Ekzeme und Wunden. Hier unterstützt sie durch ihre zusätzliche antibakterielle Wirkung.

Gute Ergebnisse erzielt Heilerde auch bei der Therapie der Bartflechte, einer entzündlichen Hautpilzkrankheit bei Männern.

Aufgrund der guten Verträglichkeit ist Heilerde nicht nur in der Kosmetik sondern auch Naturheilkunde sehr beliebt. Daher kannst du sie nicht nur äußerlich sondern auch innerlich anwenden.

Ob bei Sodbrennen, Störungen des Magen-Darm-Trakts, Muskelbeschwerden, Erkältungen, Durchblutungsstörungen oder Mundgeruch – viele Mediziner setzen auf die heilende Kraft aus der Erde.

Die mineralische Erde kann zum Beispiel dank ihrer vielen Carbonatsalze gegen Sodbrennen und saures Aufstoßen helfen. Zudem kann das Wundermittel belastende Stoffwechselprodukte und Giftstoffe an sich ketten. Nicht umsonst wird seine Einnahme bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Durchfall empfohlen.

Pulver, Kapseln oder Maske – in diesen Formen kannst du Heilerde kaufen

Wenn du dir Heilerde in der Drogerie oder Apotheke kaufst, dann bekommst du sie hauptsächlich in Form eines hellbraunen Pulvers. Dieses Heilerde-Pulver kannst du in der Regel sowohl für die äußere als auch innere Anwendung nehmen.

Dennoch gibt es im Handel viele verschiedene Sorten von Heilerde. Dies liegt vor allem an der Art wie fein oder grobkörnig die Heilerde gemahlen wurde. Schau daher vor der Anwendung immer zuerst auf die Packungsbeilage, ob sich deine gewählte Sorte für die innere oder äußere Einnahme oder beides eignet.

Ausschließlich für die innere Anwendung bestimmt sind Heilerde-Kapseln. Es wird empfohlen zwei bis drei Kapseln pro Tag zu einzunehmen. Am besten zwischen den Mahlzeiten oder vor dem Schlafengehen.

Schlammmaske Ahava

So wendest du Heilerde auf der Haut an

Heilerde-Maske gegen unreine Haut

Eine Gesichtsmaske ist eine der gängigsten Anwendungen von Heilerde. Vor allem bei unreiner Haut kannst du mit einer regelmäßigen Heilerde-Maske dein Hautbild verbessern.

Rühre dafür 1 Esslöffel Heilerde mit 2 Esslöffel Wasser an und verteile die Maske mit deinen Fingern oder einem Pinsel auf der Gesichtshaut. Spare dabei Augen und Mundpartie aus. Lass die Maske nun etwa 10 Minuten auf deiner Haut einwirken bzw. trocknen.

Danach kannst du die Maske entweder abspülen oder für einen zusätzlichen Peelingeffekt sanft abrubbeln. Dadurch entfernst du gleichzeitig die abgestorbenen Hautschüppchen.

Du kannst der Maske beim Anrühren auch noch ein paar Tropfen Jojobaöl hinzufügen. Es sorgt dafür, dass deine Haut nicht zu sehr austrocknet und seine Spannkraft nicht verliert.

Heilerde-Umschlag bei Neurodermitis, Schuppenflechte und Ekzemen

Wenn du unter Ekzemen, Ausschlägen, Hautallergien, Schuppenflechte oder Neurodermitis leidest, kann dir ein Heilerde-Umschlag auf den betroffenen Stellen Linderung verschaffen.

Wir empfehlen dir jedoch, vor der Anwendung mit deinem Hautarzt zu besprechen, ob ein Heilerde-Umschlag in deinem Fall geeignet ist.

Rühre für einen Umschlag etwa 7 Teile Heilerde mit 2 Teilen kaltem Wasser zu einer Paste an und trage diese auf die betroffenen Hautstellen auf. Anschließend deckst du die Stelle mit einem feuchten Baumwoll- oder Leinentuch ab und wickelst alles zum Schluß noch einmal in ein trockenes Tuch ein. Alternativ kannst du die Paste auch direkt auf das feuchte Tuch geben und dann auf die Haut legen. Wenn die Heilerde getrocknet ist, spülst du die Reste mit lauwarmem Wasser ab.

Folgende Faustregel kannst du dir merken: Je größer die zu behandelnde Fläche ist, desto dünner solltest du die Heilerdepaste auftragen.

Die Heilerde hat hier einen kühlenden Effekt und lindert den Juckreiz. Durch ihre antibakterielle Wirkung bindet sie die Keime und fördert die Wundheilung.

Durch den kühlenden und beruhigenden Effekt lindert Heilerde auch bei Insektenstichen, leichten Verbrennungen oder Sonnenbrand. Hierfür rührst du, wie oben beschrieben, die Paste an und streichst sie ganz dünn auf die betroffenen Hautpartien auf. Ein Baumwolltuch brauchst du in diesen Fällen nicht. Nach dem Trocknen wäschst du die Heilerde wieder mit Wasser ab.

Heilerde-Wickel gegen Cellulite, Sportverletzungen und Gelenkbeschwerden

Heilerde hilft, die Haut zu entschlacken und straffen, was bei Cellulite förderlich sein kann. In diesem Fall wird die Heilerde in Form von Wickeln 2-3 Mal wöchentlich auf die Haut gelegt.

Die Anwendung ist wie ähnlich wie bei den Umschlägen: 7 Teile Heilerde mit 2 Teilen kaltem Wasser verrühren und die entstandene Paste fingerdick auf Oberschenkeln, Po und Hüften auf. Danach wickelst du alles in ein feuchtes Leinen- oder Baumwolltuch und abschließend in ein luftdurchlässiges, trockenes ein. Die Wickel lässt du 20-30 Minuten einwirken, bevor du die getrocknete Heilerde dann wie eine Art Peeling abrubbelst.

Die Heilerde hat einen Effekt, der eine Art Saugdruck entstehen lässt. So wird die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt, der für den Abtransport der Schlacke gut ist.

Hast du dir beim Sport etwas verstaucht, dann kann dir ein kalter Heilerde-Wickel Linderung verschaffen. Hier ist der kühlende Effekt der Heilerde besonders wohltuend. Wenn die Heilerde trocknet, verengen sich die Blutgefäße und die Muskelspannung lässt nach. Wie im Fall der Cellulite entwickelt die Heilerde eine Saugwirkung, durch die überschüssige Gewebsflüssigkeit bei einer Sportverletzung abtransportiert.

Die Anwendung ist genau gleich wie beim Anti-Cellulite-Wickel. Er wird nur dann erst abgenommen, sobald er sich warm anfühlt.

Wie die Schlammmasken aus dem toten Meer, können Heilerde-Wickel ebenfalls bei Gelenkbeschwerden helfen.

Die Heilerde wird dann mit warmem Wasser angerührt und bis zu 2 Stunden in Form eines warmen Wickels auf der Haut gelassen. Die Heilerde fördert die Durchblutung der Muskeln und entkrampft die betroffenen Stellen.

Heilerde kannst du auch als Trockenshampoo verwenden. Foto: Daria Shevtsova, Pexels

Heilerde als Trockenshampoo verwenden

Wenn es einmal schnell gehen muss und du es nicht mehr schaffst, deine Haare zu waschen, kannst du die Heilerde auch als Trockenshampoo verwenden.

Trage einfach ein wenig davon mit einem Puderpinsel auf in streichenden Bewegungen auf deinen Haaransatz auf. Bei einem fettigen Haaransatz wirst du die Wirkung gut merken, denn die Heilerde saugt das überschüssige Fett sehr schnell auf.

Lass die Heilerde ein wenig einwirken, schüttle sie dann kopfüber aus und bürste zum Schluß dein Haar sorgfältig, so dass alle Reste der Heilerde entfernt werden.

Heilerde ist besonders bei brünetten oder roten Haaren gut geeignet, das es viel weniger auffällig ist als konventionelles (weißes) Trockenshampoo.

Heilerde in Kosmetikprodukten

Heilerde kannst du nicht nur ganz pur in Form von Masken, Wickeln und Umschlägen, sondern auch bereits in fertigen Beautyprodukten wie etwa Cremes oder Bodylotions anwenden.

Probiere doch einmal eine Seife mit Heilerde. Sie reinigt die Haut vor allem bei Akne oder Neurodermitis besonders sanft und hat dennoch die für Heilerde typische antibakterielle Wirkung.

Klar's Heilerdeseife Foto: Klar Seifen Heidelberg