Aleksander Soroko, Unsplash
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Mit Ölziehen den Körper entgiften

Ölziehen ist eine alternativmedizinische Anwendung des Ayurveda, bei der du deinen Mund mit einem pflanzlichen Öl gründlich spülst und dort abgelagerte Gifte entfernst. So gelangen die schädlichen Stoffe nicht über Magen und Darm in deinen Körper. Mit dem Ölziehen können verschiedene Erkrankungen gelindert oder sogar verhindert werden.

Der Ursprung des Ölziehens

Seine Ursprünge hat das Ölziehen bereits vor über 2000 Jahren im Ayurveda. Jedoch wurde es erst etwas später in Indien bekannt, wo es zur Verbesserung der Zahngesundheit eingesetzt wurde.

Bald hatte ein russischer Arzt die heilende Wirkung des Ölziehens weiter verbreitet, der es bei sich selbst und seinen Patienten zur Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen erfolgreich anwandte. Daraufhin verbreitete sich die Methode weiter nach Westen.

Asthma, Diabetes, Migräne und viele weitere Erkrankungen lassen sich laut der erfolgreichen Anwender mit Ölziehen lindern oder sogar heilen. Auch vorbeugend wird Ölziehen gerne angewandt.

Entgiften mit Ölziehen – so wirkt es

Der gesamte Mundraum wird beim Ölziehen gereinigt. Ein klarer Vorteil, denn auf Dauer werden die Zähne gekräftigt, Beläge und Karies vermindert und Zahnfleischprobleme gelindert. Dank der Eliminierung von Bakterien wird Mundgeruch beseitigt. Da sich die Giftstoffmenge im Körper durch das Ölziehen reduziert, erfährt der gesamte Organismus eine Entlastung und du stärkst dadurch dein Immunsystem. Somit kann das Ölziehen neben dem Mundbereich auch bei folgenden Erkrankungen positiv wirken:

  • Hauterkrankungen
  • bronchiale Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Magen- und Darmprobleme
  • Frauenleiden
  • Erkrankungen verschiedener Organe

So führst du die Ölkur richtig durch

Wähle ein kaltgepresstes Bioöl zum Ölziehen. Am besten eignen sich die Sorten Olivenöl, Sonnenblumenöl, Kokosöl, Leinöl, Sesamöl, Schwarzkümmelöl oder Weizenkeimöl. Nimm einen Esslöffel voll Öl in deinen Mund und bewege es durch saugen und ziehen kräftig im Mund hin und her.

Das Öl soll sich in jedem Mundwinkel und den Zahnzwischenräumen verteilen und einwirken. Für ein optimales Ergebnis, solltest du das Ölziehen 20 Minuten lang anwenden. Anschließend spuckst du die nun milchig weiße Flüssigkeit aus, spülst deinen Mund gründlich mit Wasser aus und putzt deine Zähne mit der Zahnbürste.

Falls es dir am Anfang noch schwerfällt, das Öl 20 Minuten lang im Mund zu behalten, kannst du es auch früher ausspucken und einen neu gefüllten Esslöffel nehmen. Mit der Zeit gewöhnst du dich an den Vorgang.

So wirkt Ölziehen besonders effektiv

Wende das Ölziehen morgens an, bevor du etwas gegessen oder getrunken hast. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die meisten Giftstoffe in deinem Mund, die sich über Nacht dort abgelagert haben. Um den Effekt für deine Mundgesundheit zu verstärken, reinige vor dem Ölziehen deine Zunge mit einem Zungenschaber.

Anfangs ist es gewöhnungsbedürftig, das Öl jeden Morgen und so lange in deinem Mund zu behalten. Daher kannst du auch zunächst auch nur 3-5 Minuten das Ölziehen durchführen und die Dauer nach und nach steigern. Du wirst merken, schon nach kurzen Zeit möchtest du das Ölziehen als  Morgenroutine nicht mehr missen.

Auch wenn sich dein Mund nach dem Ölziehen sehr sauber anfühlt, solltest du dennoch deine Zähne anschließend gründlich putzen, um Beläge und letzte Giftstoffe zu entfernen.

Verzichte darauf, das Öl zu gurgeln oder zu schlucken, da du sonst die Giftstoffe, die du eigentlich entfernen möchtest, deinem Körper wieder zuführst. Um auch den Wasserkreislauf nicht mit Giftstoffen zu belasten und dein Abflussrohr vor Verstopfungen zu schützen, spuckst du das Öl nicht ins Waschbecken, sondern in ein Kosmetiktuch oder etwas Toilettenpapier und entsorgst es über den Restmülleimer.

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