Mit nachhaltigen Vorsätzen ins neue Jahr starten. Foto: Diego PH, Unsplash

Nachhaltige Vorsätze für das neue Jahr

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und das neue steht schon in den Startlöchern. Da ist es natürlich höchste Zeit sich über die Ziele und guten Vorsätze für das kommende Jahr Gedanken zu machen. Denn wer plant nicht für jedes neue Jahr gesünder, organisierter oder vielleicht sogar nachhaltiger zu leben? Doch oft hat uns bereits am 2. Januar wieder der Alltag eingeholt und die Vorsätze sind vergessen. Damit das im kommenden Jahr nicht passiert, gibt es hier ein paar Tipps und Tricks für nachhaltige Vorsätze für das neue Jahr.

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Vorsätze sinnvoll planen

Bestimmt haben manche bereits eine ganze Liste voller guter Vorsätze: Gesund kochen, weniger Plastik benutzen, Sport treiben und vielleicht die ein oder andere ungesunde Angewohnheit ablegen. Doch hier sollte man besser direkt die erste Vollbremsung einlegen. Niemand ist perfekt und kann direkt zu Beginn eines neuen Monats – denn das ist der Januar nämlich auch, ein ganz normaler Monatsanfang – alle Gewohnheiten ändern.

Wer gerne große Vorsätze für das ganze Jahr fassen möchte, sollte sich lieber auf ein bis maximal zwei gute Vorsätze konzentrieren. Denn ganz ehrlich: zwischen Job, Familie, Freunden und dem alltäglichen Wahnsinn können wir schon sehr stolz sein, ein oder zwei Vorsätze umzusetzen.

Doch anstelle bereits das ganze Jahr vorzuplanen, kann man sich auch jeweils einen kleinen Vorsatz für jeden Monat überlegen. Im Januar wird jeden Tag 10 Minuten meditiert, im Februar gesünder gekocht, im März geht es täglich 15 Minuten raus an die frische Luft und so weiter. So kann man gleich zwölf Vorsätze für das Jahr planen und diese nach und nach ohne Stress umsetzen. Am Ende des Jahres hat man viele verschiedene neue Gewohnheiten ausprobiert und kann die Änderungen in den Alltag integrieren (oder auch nicht).

Für welche Art der Umsetzung für die neuen Vorsätze ihr euch auch entscheidet – eine neues Jahr ist immer ein guter Startpunkt, um das ein oder andere für sich und auch die Umwelt zu ändern. Also los geht’s.

Foto: Kat Yukawa, Unsplash

Lange Geplantes endlich umsetzen

Bevor man sich zum Ende des alten Jahres viele neue Vorsätze überlegt, ist es sinnvoller erstmal schon lange geplante Ideen umzusetzen.

Du wolltest schon seit Monaten deinen Stromanbieter wechseln und endlich Ökostrom verwenden? Dann nutze die freien Tage zwischen den Jahren und bringe den Wechsel auf den Weg. Ökostrom ist vielleicht ein wenig teurer als herkömmlicher Strom, aber im Vergleich zu Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken wird bei der Herstellung von Ökostrom mit Hilfe von Windrädern oder Solaranlagen kein neues CO2 produziert. Somit hilfst du die Energiewende voranzutreiben und unterstützt aktiv erneuerbare Energien. 

Oder wolltest du nicht die ganze Zeit schon ein Konto bei einer ethischen und nachhaltigen Bank eröffnen? Dann lass dir doch einfach Angebote von Banken wie der GLS Bank, EthikBank oder anderen zukommen. Diese Banken unterstützen beispielsweise die Energiewende und folgen ethischen Investitionsideen. Nutze die Motivation des neue Jahres und mach dich schlau in Sachen nachhaltiger Geldanlage.

Insgesamt ist ein Bank- oder Stromwechsel aber recht schnell erledigt. Schwieriger wird es mit Vorsätzen, die den persönlichen Alltag für das ganze kommende Jahr verändern. Doch auch hier gibt es viele Gewohnheiten, die uns und der Umwelt zugute kommen.

Foto: Andrew Seaman, Unsplash

Weniger Plastik in neuen Jahr

Ein Klassiker unter den Vorsätze für das neue Jahr ist die Reduzierung des eigenen Plastikkonsums. Hier erwartet natürlich niemand, dass der Plastikverbrauch ab Anfang Januar auf Null sinkt. Besser versucht man sich Schritt für Schritt an ein plastikreduziertes Leben heranzutasten.

Für den Januar gilt es erstmal immer einen eigenen Beutel zum Einkaufen mitzunehmen und auf die Plastiktüte an der Kasse zu verzichten. Du hast diesen Vorsatz einen Monat durchgehalten? – Wunderbar! Dafür kann man sich Ende Januar direkt mit einer Kleinigkeit belohnen, wie beispielsweise dem schönen Jutebeutel, mit dem man seit Wochen im Laden um die Ecke liebäugelt.

Wer den ersten Schritt erfolgreich in den eigenen Alltag integriert hat, kann sich ab Februar einer neuen Herausforderung stellen, wie zum Beispiel eigene Obst- und Gemüsebeutel zum Einkaufen mitzubringen. Das reduziert den Verbrauch der kleinen Hemdchentüten erheblich. Ab März ist man dann schon ein halber Profi in Sachen Plastikverbrauch, denn jetzt geht es den Einwegverpackungen an den Kragen. Auch wenn die Tiefkühlpizza noch so gut schmeckt, lässt sie sich mit wenigen Handgriffen auch selber machen und spart somit jede Menge Verpackungsmüll.

Mit vielen weiteren kleinen Schritten lässt sich im neuen Jahr Monat für Monat der Plastikkonsum sehr einfach reduzieren und am Ende des Jahres ist man, ohne es wirklich zu merken, ein Zero-Waste-Profi geworden.

Foto: Becca McHaffie, Unsplash

Nachhaltige Mode Schritt für Schritt

Auf faire und nachhaltige Mode umzustellen ist nicht wirklich schwer. Es gibt so viele Möglichkeiten fernab der Fast Fashion Branche der eigenen Shoppingleidenschaft nachzugehen. Wie wäre deshalb im kommenden Jahr ganz auf nachhaltige Mode umzustellen?

Am besten startet man das neue Jahr mit einem kleinen „Reset“. Im Januar wird zunächst ein Shoppingverbot aufgestellt: in den 31 Tagen des Januars dürfen keine neuen Klamotten gekauft werden. Stattdessen wird nach Lust und Laune im eigenen Kleiderschrank “geshoppt” und neu zusammengestellt: So entstehen tolle neue Kombinationen, alte Lieblingsteile werden wiederentdeckt und das ein oder andere Teil verlässt vielleicht sogar den Kleiderschrank. Gerne kann der Januar auch mit einer großen Ausräum-Aktion beendet werden.

Ab Februar heißt es dann: ran an die Secondhand-Schätze. Denn nichts ist so nachhaltig wie Mode aus zweiter Hand, die nicht nur schön und individuell, sondern auch ressourcenschonend und oft günstig ist.

Nach zwei Monaten, in denen wenig Geld für neue Mode ausgegeben wurde, darf ab März dann das erste fair produzierte Kleidungsstück einziehen. Die kommenden Monate können dann nach und nach mit neuen Herausforderungen und Ideen in Sachen nachhaltiger Mode gefüllt werden. Wie wäre es im Sommer mit einer Kleidertauschparty? Oder im Herbst mit einem Nähkurs, der beim Upcycling alter Kleidung hilft?

Foto: Freshh Connection, Unsplash

Bleibe deinen Vorsätzen treu

Egal ob du einen großen Vorsatz für das ganze Jahr oder viele kleine Schritte in jedem Monat planst – Vorsätze für das kommende Jahr sind toll. Sie motivieren uns unsere eigenen Gewohnheiten zu überdenken und geben neue Impulse. Schritt für Schritt lassen sich neue Gewohnheiten in den eigenen Alltag integrieren und bereichern das neue Jahr.

🌟In diesem Sinne wünschen wir dir einen guten Rutsch und alles Gute für dein neues Jahr 🌟


Gastbloggerin Anna von „Grün wie Gras“ ist unsere Expertin für das Thema Nachhaltigkeit. Für uns schreibt sie regelmäßig über Inhalte, die ihr wichtig sind: Naturkosmetik, Zero Waste und ein bewusster Lifestyle.

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