Propolis in der Anwendung
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Propolis in der Anwendung

Wer sich für Naturprodukte und deren Wirkung auf die Gesundheit interessiert, trifft früher oder später auf Propolis. Die Substanz entsteht im Bienenstock und ist vielfältig anwendbar. Ob innerlich als Tropfen oder äußerlich als Spray, das Mittel lässt sich bei zahlreichen Problemen und Beschwerden erfolgreich einsetzen – ohne schädliche Nebenwirkungen.

Lassen Sie vor der ersten Anwendung einen Allergietest durchführen, damit Sie vor unliebsamen Überraschungen sicher sind. Die äußerliche Anwendung können Sie auch selbst testen: Geben Sie eine kleine Menge Propolis Tinktur oder Balsam auf eine Hautstelle und beobachten Sie die Wirkung. Zeigen sich keine allergischen Reaktionen, können Sie das Produkt gefahrlos verwenden.

Die wichtigsten Infos über Herkunft und Gewinnung von Propolis

Ohne Bienen sind Wachstum, Vermehrung, Bestäubung und Fruchtbarkeit nicht möglich. Bienen sorgen bei zahlreichen Pflanzen für die Befruchtung und produzieren Honig, eines der wertvollsten und gesündesten Nahrungsmittel. Während des Bienenstockbauens und Honigsammelns entsteht Propolis, weitere Nebenprodukte sind Bienenwachs und Gelée Royale.

Beim Grundstoff handelt es sich um eine harzige Substanz, die von den Bienen an jungen Baumknospen und Baumrinden eingesammelt wird. Bevorzugte Bäume sind Buchen, Erlen, Fichten, Birken, Rosskastanien, Pappeln und Ulmen. Aus dieser Substanz stellen die Bienen zusammen mit Wachs, Pollenanteilen, ätherischen Ölen und Speichelsekret ein klebriges Material her.

Sie verwenden es als Klebstoff im Bienenstock und verschließen damit Ritzen und Spalten. Außerdem kleiden sie das Innere der Waben damit aus. Des Weiteren dient es dazu, die Ausbreitung von Keimen und Pilzen im Bienenstock einzudämmen oder sogar ganz zu verhindern.

Das harzige Propolis ist auch unter den Namen Stopfwachs, Vorstoß, Bienenharz, Bienenleim, Bienenkittharz, Kittwachs oder Kittharz bekannt. Ursprüngliches Propolis ist meist noch verunreinigt, es können sich Bestandteile der Baumrinde darin befinden. Erst nach der Reinigung und Weiterverarbeitung eignet es sich für die weitere Propolis Anwendung.

Direkt aus der Natur

Pro Jahr und Bienenstock beträgt die produzierte Menge an Propolis zwischen 50 und 500 Gramm. Der Imker kratzt den dünnen Propolisfilm von den verkitteten Stellen ab. Einfacher ist die Gewinnung mithilfe feinmaschiger Kunststoffgitter im Bienenstock.

Die Bienen verschließen mit Propolis die störenden Zwischenräume. Der Imker kann die Gitter einfach entnehmen und in den Gefrierschrank legen. Bei tiefen Temperaturen wird Propolis spröde und springt nach leichtem Biegen vom Gitter ab. Anschließend wird der Rohstoff in hochprozentigem Alkohol gelöst und gefiltert, damit die enthaltenen Verunreinigungen vollständig entfernt werden.

Wertvolle Inhaltsstoffe machen Propolis zu einem begehrten Stoff für gesundheitliche Anwendungen. Die Substanz setzt sich aus ungefähr 50 bis 55 Prozent Harz, 30 Prozent Bienenwachs, zehn Prozent ätherischen Ölen und fünf Prozent Pollenanteilen zusammen.

Die restlichen fünf Prozent enthalten organische Stoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente, Flavonoide, Aminosäuren und Enzyme. Diese Bestandteile besitzen eine antibiotische, antimykotische, antibakterielle und antivirale Wirkung.

Die weitere Verarbeitung ergibt Tropfen, Tinktur, Spray und Balsam. Das fertige Produkt kann unterschiedlich gefärbt sein, von gelblich-braun bis fast schwarz. Die Farbe hängt von den Ursprungsharzen ab und hat auf die Propolis Wirkung keinen Einfluss.

Anwendung, Einsatzgebiete und Wirkung

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Anwendung für gesunde Menschen und der Anwendung für Menschen mit Beschwerden und Krankheiten. Außerdem kann die Anwendung äußerlich und innerlich stattfinden.

Gesunde Menschen nutzen die Propolis Wirkung zur Unterstützung der Abwehrkräfte, zur Vorbeugung gegen diverse Krankheiten und für die Mund- und Körperpflege. Für ein intaktes Immunsystem sind Tropfen zur Einnahme sehr gut geeignet, da sie sich individuell dosieren lassen. Des Weiteren eignen sich Tropfen ausgezeichnet für die Mundspülung und zum Gurgeln. Beachten Sie die Hinweise auf der jeweiligen Packung. Je nach Konzentration können Sie die Tropfen unverdünnt oder verdünnt verwenden. Für die Mundhygiene reicht oft eine schwächere Lösung aus – dafür mischen Sie einige Tropfen mit lauwarmem Wasser.

Entzündungen im Mundraum oder am Zahnfleisch reagieren positiv auf das Betupfen mit Propolis Tinktur. Bei Halsschmerzen empfiehlt sich Gurgeln mit einer Propolislösung, sehr gut ist auch die Wirkung, wenn Sie ein Spray verwenden. Außerdem kann Propolis sowohl vorbeugend als auch heilend bei Magenbeschwerden wirken. Gegen den Keim Helicobacter pylori, der für die Entstehung von Gastritis verantwortlich ist, kann eine Propolis Anwendung ebenfalls gute Erfolge erzielen.

Äußerlich verwenden Sie Balsam, Spray oder Tinktur bei folgenden Beschwerden: Sonnenbrand klingt schneller ab, das Spannungsgefühl lässt nach, wenn Sie Balsam auf die betroffenen Stellen auftragen. Hier ist auch ein Spray extrem nützlich – wer fast keine Berührung der strapazierten Haut verträgt, kommt mit dem Spray gut zurecht. Das Spray ist ebenfalls sehr praktisch bei der Anwendung im Rachenbereich oder bei der Behandlung von Fußpilz – an allen Stellen, die Sie sonst nur schwer erreichen, leistet ein Spray gute Dienste.

Tinktur eignet sich bei kleinen Hautverletzungen, Abschürfungen und Schnittwunden. Der Heilungsprozess kann dadurch beschleunigt werden. Bei Akne, Abszessen und Herpes ist ebenfalls mit einer deutlichen Propolis Wirkung zu rechnen.

Anwendungen und Möglichkeiten auf einen Blick

Propolis ist schmerzstillend und beschleunigt Heilungsprozesse. Es dient zur allgemeinen Stärkung der Abwehrkräfte. Die antimykotischen Eigenschaften sind hilfreich bei der Behandlung von Hautpilzen. Bei Erkältungskrankheiten entfaltet Propolis seine Stärke als natürliches Antibiotikum.

Grundsätzlich gilt jedoch immer: Die Propolis Anwendung bei Krankheiten kann den Arztbesuch nicht ersetzen.

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