Rosmarin wirkt desinfizierend bei schuppender Kopfhaut. Foto: Alekon pictures, Unsplash

So wirkt Rosmarin auf Schönheit und Wohlbefinden

Rosmarin ist für seinen herber Duft und würziges Aroma bekannt, das belebend auf uns wirkt. Doch nicht nur in der Aromatherapie wird Rosmarin eingesetzt. Auch auf unsere Haut, Haare und Gesundheit hat Rosmarin pflegende und schützende Eigenschaften. Wir stellen dir die Pflanze genauer vor.

Herkunft von Rosmarin

Der als Strauch wachsende Rosmarin gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt aus dem Mittelmeerraum. Er hat schmale, lange und grüne Blätter, die an Tannennadeln erinnern. Die Rosmarinpflanze duftet intensiv und bevorzugt Wärme und Licht. Aufgrund seiner vielseitigen Verwendung hat der Rosmarin auch in kühleren Gegenden seinen Platz in Gärten und Gewächshäusern.

Rosmarin ist eine mächtige Heilpflanze. Sie wirkt nicht nur auf den Körper, sondern schließt den seelischen Bereich mit ein. Die Botschaft des Rosmarins lautet: „Du schaffst das.“ Er wirkt belebend und kräftigend, verleiht Mut sowie Selbstbewusstsein. Die grüne Heilpflanze sorgt für mehr Widerstandskraft und weckt die Lebensfreude.

Vor allem ist der Rosmarin als Küchengewürz bekannt. In der Medizin wird Rosmarin-Tee als harntreibendes Mittel genutzt. Auch sollen Rosmarinbäder zu niedrigem Blutdruck anregen.

Rosmarin gegen Orangenhaut und für straffes Bindegewebe

Der Rosmarin hat einen großen Einfluss auf viele Bereiche unseres Lebens. So profitieren auch Haare und Haut von den wertvollen Inhaltsstoffen des Rosmarinöls.

Aufgrund des starken Aromas wird es vorzugsweise zu Badeöl, Tinkturen oder in festen Rosmarin-Seifen verarbeitet. Die Haut wird dadurch erfrischt und im Nu heilt der Rosmarin wunde und rissige Hautstellen.

1-2 Tropfen des ätherischen Rosmarinöls kannst du auch wunderbar in dein herkömmliches und neutrales Duschgel geben und wie gewohnt anwenden.

Rosmarin regt die Durchblutung der Haut an und mindert dadurch Cellulite. Für eine einfache, 15-minütige Massage der Orangenhaut 2-3 Esslöffel eines fetten Basis-Öls (zum Beispiel Mandel-Öl) mit ca. 1-2 Tropfen Rosmarinöl mischen und die betroffenen Stellen einreiben. Die Haut wird wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgt, zudem geglättet, gestrafft und hinterlässt ein frisches Gefühl.

Mit Rosmarin-Dampfbad Pickel bekämpfen

Durch den entzündungshemmenden und antibakteriellen Effekt hilft der Rosmarin sogar bei unreiner Haut, indem er den natürlichen pH-Wert der Haut wieder herstellt. Dazu eignet sich hervorragend ein Gesichtsdampfbad mit ätherischem Rosmarinöl. 

Benötigt werden:

  • 3-5 Tropfen des ätherischen Rosmarinöls
  • Ca. 1 Liter dampfend heißes Wasser
  • Eine stabile, weite Schüssel und ein Handtuch

Im ersten Schritt wird das Wasser erhitzt und zusammen mit dem Rosmarinöl in die Schüssel gefüllt. Halte dein Gesicht über den aromatischen Dampf und lege das Handtuch über deinen Kopf, so dass der Dampf nicht so leicht entweichen kann. Lasse den Rosmarin-Dampf ca. 10 Minuten auf deiner Haut einwirken. In dieser Zeit werden die Poren geöffnet und die Schadstoffe herausgelöst.

Die Inhaltsstoffe des Rosmarins wirken antibakteriell, antiseptisch und helfen dabei, das Wachstum von Mikroorganismen auf der Haut zu hemmen. 

Rosmarin für das Haar

Doch nicht nur die Haut profitiert von dem grünen Wunder. Haarausfall und fettiges Haar können sich schnell verabschieden, wenn drei Tropfen des Rosmarinöls in einem Shampoo ihre kraftvolle Wirkung entfalten.

Vor allem bei schuppigem Haar hat sich Rosmarin bewährt. Mit diesem Rezept kannst du dir dein eigenes Anti-Schuppen-Shampoo mit Rosmarin herstellen.

Doch auch als Haarkur eignet sich das duftende Öl hervorragend. Hierzu werden fünf Tropfen Rosmarinöl mit einem neutralen Öl wie Olivenöl gemischt, in die Kopfhaut einmassiert und nach einigen Stunden gründlich ausgespült.

Rosmarin für das Wohlbefinden der Seele

Der Rosmarin hat nicht nur positive Eigenschaften auf Haut, Haare, sondern auch auf die Gesundheit und dein Wohlbefinden.

So regt Rosmarin die Noradrenalinproduktion an, das wiederum für die psychische und mentale Stressanpassung sorgt. Die grüne Heilpflanze steigert somit die Motivation und Wahrnehmung und stimuliert dabei den Körper und den Geist.

Die Dopaminproduktion wird ebenfalls durch den Rosmarin positiv beeinflusst und sorgt für Glücksgefühle. Das ätherische Rosmarinöl findet deshalb seinen Einsatz in der Naturheilkunde und Aromatherapie. Dabei wird das Öl bei nervöser Müdigkeit und auch bei Depressionen angewendet.

Wer seine Seele in Balance bringen will, nach Kreativität strebt, sein Bewusstsein erweitern oder seine Konzentration und Gedächtnis stärken will, der profitiert von der Anwendung des Rosmarins.

Wusstest du, dass Rosmarin zu schnellerem Denken anregt und deine Gedächtnisleistung steigern kann? Erfahre mehr über die Aromatherapie mit Rosmarin. Rosmarin | Rosmarinöl | Rosmarin Massageöl | Rosmarin Duft | Aromatherapie | Rosmarin Haare | Rosmarin Haut | Cellulite | Pickel | Anti-Schuppen | Rosmarin Haarwasser | Rosmarin Tinktur | Rosmarin inhalieren | Sich gutes tun

Der gesundheitliche Aspekt des Rosmarins

Rosmarin enthält eine Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen. Wirkstoffe wie Cineol, Rosmanol, Carnosol und die Rosmarinsäure sind besonders bedeutsam für die heilende Wirkung auf den Menschen. Wir stellen dir die Vorteile der einzelnen Wirkstoffe genauer vor:

Kräftigung des Immunsystems und Erhöhung der Gehirnleistung

Das im Rosmarin enthaltene Cineol belebt, steigert die Gedächtnisleistung und führt zum schnelleren Denken. Es wundert nicht, dass Studenten im antiken Griechenland vor ihren Prüfungen Rosmarinbüschel im Haar trugen, um ihre geistige Leistung optimal zu nutzen. Zudem senkt das Cineol das Stresshormon Cortisol und sorgt für ein starkes Immunsystem.

Wirksam gegen Krebs

Zahlreiche Studien postulieren, dass der Rosmarin eine starke Aktivität gegen jegliche Krebszellen aufzeigt. Dafür sorgt das Carnosol.

Neutralisierung von Krankheitserregern

Der Wirkstoff Rosmanol hilft gegen Lebensmittelkeime wie Candida, Schimmel, Listerien oder Staphylococcus aureus. Rosmarinöl eignet sich besonders gut bei ungewolltem Verzehr verdorbener Lebensmittel. Er kann die Lebensmittelkeime schnell neutralisieren.

Stärkung von Herz und Blutgefäßen

Die Rosmarinsäure enthält ein hohes antioxidatives Potenzial und wirkt leicht entwässernd. Herz und Blutgefäße werden gestärkt.

Rosmarin entfaltet seine Wirkung auch im Essen

Optimal ist die Verwendung von frischem Rosmarin zur Ergänzung in deinem Speiseplan. Doch auch getrocknet oder als ätherisches Öl entfaltet er seine Wirkung. Die grüne Heilpflanze passt ausgezeichnet zu Salaten, Gemüse, Fleischgerichten oder Kartoffeln. Für die innere Anwendung eignet sich ein Tee aus frischen Rosmarinblättern.

Für einen Rosmarintee die getrockneten oder frischen Rosmarinblätter mit kochendem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee kann ein zweites Mal aufgebrüht werden, um sein Aroma ideal zu entfalten.

Rosmarintee hilft bei Nervosität, allgemeinen Erschöpfungszuständen, Husten, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Nieren- und Blasenproblemen und bei niedrigem Blutdruck. Außerdem desinfiziert der Rosmarintee auf eine natürliche Art und Weise, wenn dieser auf die Haut eingerieben wird.

Schwangere sollten Rosmarin übrigens nur in Maßen zu sich nehmen, da er abtreibend wirkt!

Rosmarin am besten morgens anwenden

Da der Rosmarin für seine belebende Wirkung bekannt ist, sollte dieser vorzugsweise morgens oder nachmittags verwendet werden, ob als Vollbad, Tee oder Öl.

Wer aber auf den Rosmarin in den Abendstunden ungern verzichten möchte, der kann den Duft lediglich kurz einatmen. Allein der kurze Effekt des Einatmens hält Albträume fern.