Rezept für feste Handcreme-Bars. Foto: Nicole Bittger

Feste Handcreme selbst gemacht

Eine reichhaltige Pflege der Hände ist vor allem im Winter essentiell. Am besten ist es, wenn du eine Creme verwendest, die ausschließlich natürliche Zutaten enthält. Um das sicherzustellen, kannst du deine Handpflege ganz leicht selber machen. Mit unserem DIY-Rezept hast du mit nur vier Zutaten im Handumdrehen feste Handcreme-Bars hergestellt.

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Unsere Hände sind unsere wichtigsten Werkzeuge. Jeden Tag sind sie in ständiger Aktion und durch häufiges Händewaschen und wechselnde Wetterbedingungen starker Beanspruchung ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Haut der Hände dünner ist als an anderen Körperstellen und zusätzlich kaum Talgdrüsen besitzt. Umso wichtiger ist es, sie gut und ausreichend zu pflegen.

3 Tipps, was du gegen trockene Hände tun kannst

1. Hände richtig waschen

Vor allem in der Winterzeit ist es wichtig, die Hände gründlich zu waschen, damit wir Infektionen, wie beispielsweise Erkältungen oder Magen-Darm-Erkrankungen vorbeugen. Doch damit greifen wir den Säureschutzmantel der empfindlichen Haut an.

Deine Hände wäschst du richtig und schonend, indem du eine milde Seife verwendest. Greife dabei besser auf feste Seifen statt auf Flüssigseife zurück, da diese weniger aggressiv reinigen und du automatisch weniger verwendest. Außerdem haben feste Seifen einen basischen pH-Wert sowie rückfettende Substanzen und unterstützen den Erhalt der Feuchtigkeit.

Zu empfehlen sind in der Winterzeit die Meersalz Seife von Klar Seifen oder die Heilerdeseife mit Propolis von Edel Naturwaren.

Foto: Alex Loup, Unsplash

2. Hände schützen

Vor allem im Winter solltest du bei den kalten Temperaturen Handschuhe tragen, so dass die eisige Luft die empfindliche Haut nicht noch mehr austrocknet.

Achte außerdem darauf, dass du jeden Tag genügend Wasser trinkst. So versorgst du deine Haut im Allgemeinen mit ausreichend Feuchtigkeit von innen. Mit diesen Tipps fällt es dir leichter, ausreichend Wasser pro Tag zu trinken.

3. Hände richtig pflegen

Nach dem Waschen benötigen deine Hände die richtige Pflege. Vor allem im Winter darf diese reichhaltiger und fettiger sein, um sie so noch besser vor den kalten Temperaturen zu schützen. Dafür kannst du beispielsweise Handcreme mit Mineralien aus dem Toten Meer oder mit Arganöl verwenden.

Besonders gut für trockene Hände sind Inhaltsstoffe wie Olivenöl, Jojobaöl, Mandelöl oder Sheabutter.

3 simple Gründe, warum du dir deine feste Handcreme selber machen solltest

Statt einfach nur eine Creme zu kaufen, kannst du dir deine Handpflege auch selbst machen. Aus Mandelöl, Sheabutter und Bienenwachs hast du dir im Handumdrehen deine eigene Handcreme hergestellt, die drei Vorteile mit sich bringt, die eine konventionelle, flüssige Handcreme nicht hat:

Foto: Nicole Bittger

1. Verpackungsfrei und ergiebig
Eine selbst hergestellte Handcreme – zumindest nach unserem Rezept – ist nicht flüssig, sondern kommt in fester Form als Handcreme-Bar in dein Badezimmer. Der Vorteil daran ist, dass eine Handcreme-Bar nicht ausläuft, unglaublich platzsparend ist und dadurch ohne weitere Probleme bei deinem nächsten Kurztrip auch mit ins Handgepäck darf.

Auch auf einer längeren Reise benötigst du nur eine einzige Handcreme-Bar, da diese sehr ergiebig und durch die nährenden Inhaltsstoffe super-reichhaltig ist.

2. Feste Handcreme duftet so wie du es magst
Du kannst den Duft deiner Handcreme ganz nach deinem Geschmack bestimmen. Dafür nimmst du keine künstlichen Düfte, sondern natürliche, ätherische Öle.

Lavendeöl ist ein klassischer Duft, den du fast immer in selbstgemachter Kosmetik verwenden kannst. Wenn du einen weichen und warmen Duft bevorzugst, dann wird dir Vanille gefallen. Bevorzugst du lieber einen aromatischen und fruchtigen Duft, dann greife auf ätherische Öle wie Mandarine, Orange oder Blutorange zurück. Im Sommer ist ein Zitronen-Öl gemischt mit Lemongrass-Öl besonders erfrischend.

3. Feste Handcreme – die ideale Geschenkidee
Selbstgemachte Handcreme-Bars sind ein tolles Geschenk für deine beste Freundin, nette Kollegin oder liebe Mama. Dadurch, dass die feste Handcreme in Silikonformen hergestellt wird, kannst du dein Mitbringsel auch immer an die jeweilige Gelegenheit anpassen: Zum Muttertag gibt es die Handcreme-Bar beispielsweise als Herzchen, zu Weihnachten als kleine Sterne und zum Geburtstag in Blümchen-Form.

Unser Tipp an dich: Bevor du eine Form auswählst, mache dir auch kurz Gedanken darüber, wie du die festen Handcreme-Bars aufbewahren oder transportieren möchtest. Hast du beispielsweise für deine Reise ein kleines Döschen, dann verwende eher eine kleine Silikonform. Bewahrst du die feste Handcreme im Badezimmer in einer Schale oder einem Weckglas auf, dann kannst du auch gut eine größere Form wählen.

Anleitung für selbstgemachte, feste Handcreme-Bars

Wir haben für unsere Handcreme-Bars diese Silikonform in Wabenform verwendet. Daraus ergeben sich ca. 38 kleine Handcreme-Bars.

Foto: Nicole Bittger

Du brauchst dafür:

  • 50g Bienenwachs in Dropform (empfohlen) in gelb oder weiß
  • 160g Sheabutter
  • 50g Mandelöl
  • 1 Fläschchen eines ätherischen Öls deiner Wahl (zum Beispiel Vanille, Mandarine, Lavendel, Orange, …)
  • Ein altes, dickwandiges Glas oder eine ausrangierte Konservendose
  • 1 Silikonform in einer Form deiner Wahl

Zunächst löst du das feste Bienenwachs im Wasserbad auf. Fülle das Bienenwachs in das Glas oder die Konservendose. Dann erhitzt du Wasser in einem kleinen Topf und stellst das Glas oder die Konservendose dort hinein.

Wichtig ist, dass sich das Bienenwachs vollständig auflöst, bevor du zum nächsten Schritt gehst.

In das flüssige Bienenwachs kommt dann die Sheabutter. Auch diese muss sich völlig auflösen, bevor als dritte Zutat das Mandelöl hinzu kommt.

Zum Schluß tropfst du das ätherische Öl in die Mischung. In unserem Fall haben wir für 38 Bars ca. 60 Tropfen Mandarinen-Öl verwendet.

Die Menge des Armoa-Öls hängt zum Einen davon ab, wie stark die feste Handcreme duften soll und welches Öl du verwendest. Probiere einfach ein wenig aus. Am besten beginnst du mit einer kleinen Menge und tastest du dich nach und nach an die richtige Dosierung heran, indem du immer wieder an der flüssigen Mischung riechst.

Wichtig: Lasse die flüssige Wachs-Öl-Mischung die ganze Zeit im heißen Wasserbad, da diese sehr schnell aushärtet und du dann das ätherische Öl nicht mehr untermischen kannst.

Foto: Nicole Bittger

Wenn du die perfekte Duft-Dosierung gefunden hast, dann fülle die Wachs-Öl-Mischung sofort und zügig in die bereit stehende Silikonform. Achtung, das Glas oder die Dose können durch das Wasserbad heiß sein. Verwende daher einen Topflappen oder gieße die flüssige Wachs-Öl-Mischung in ein anderes, warmes (nicht kühl, da es sonst direkt aushärtet!) Gefäss um.

Stelle die Silikonform dann für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Wenn es schneller gehen soll, dann lass die Form nur für das erste Aushärten ein paar Minuten im Kühlschrank und lege sie dann für etwa 15 Minuten ins Tiefkühlfach.

Die Handcreme-Bars sind fertig, wenn sie fest sind und du sie ganz leicht aus der Silikonform lösen kannst.

Anwendung

Foto: Nicole Bittger

Um deine Hände mit einer festen Handcreme-Bar einzucremen, nimmst du die Bar in deine Handinnenflächen und bewegst sie dort mehrmals hin und her. Durch deine Körperwärme wird die Handcreme-Bar etwas weicher und die pflegenden Stoffe lösen sich. Du merkst das daran, dass deine Hände von einer leichten, öligen Textur umgeben werden.

Die feste Handcreme kannst du so oft anwenden, wie deine empfindliche Haut die entsprechende Pflege benötigt.