Yoga Stile
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YOGA: Stile

Entwicklung

Ende des 19. Jahrhunderts war Yoga in Deutschland bereits in manchen Kreisen ein Begriff. In den ersten Nachkriegsjahren konnte sich eine bundesdeutsche Yoga-Szene in Deutschland durch die Schulen von Yesudian/Haich und Sacharow etablieren. Diese wurden vom indischen Yoga-Meister Svami Shivananda beeinflusst. Seine Übungen beruhen auf die alte Tradition, die ebenso zu seinen Lebzeiten teilweise in Indien in Vergessenheit geraten war. Die Yoga-Stile des praktizierten Hatha Yoga, welche die Körperübungen betreffen, heißen Vinyasas, Karanas, Tiefenentspannung, Bandhas, Mudras, Pranayamas und Asanas. Die sogenannten Yoga-Wege wurden um 1900 von Swami Vivekananda als klare, definierte Unterscheidung der verschiedenartigen Formen des Yogas in Karma Yoga, Bhakti Yoga, Raja Yoga und Jnana Yoga zusammengefasst. Im Yoga Vidya des indischen Yoga-Meisters Svami Shivananda wird von sechs Yoga-Wegen gesprochen, welches zusätzlich Kundalini Yoga und Hatha Yoga als Weg benennt.

Stile

Die Yoga-Stile sind im Grunde Richtungen vom Hatha Yoga. Der Bezeichnung “Stil” kommt eigentlich aus dem Amerikanischen. Ein “Stil” beinhaltet verschiedene Weisen, die jedoch das Gleiche zum Inhalt haben, nämlich, dass Sie das Bedürfnis, Körperübungen mit unterschiedlichen Yoga-Stilen ausführen, nachgehen. Spricht man von Yoga-Arten, müssen Sie dies als ein Überbegriff für sämtliche Formen des Yoga verstehen. Die Yoga-Traditionen gehören zu den älteren Yoga-Richtungen. Diese können wiederum diverse Yoga-Stile umfassen. Die Yoga-Tradition schließt einige Generationen von mehreren Yoga-Meistern mit ein, um als Tradition zu gelten. Yoga-Richtungen umfassen typischerweise unterschiedliche Yoga-Arten. Eine Yoga-Richtung kann ebenso diverse Yoga-Stile entwickeln und unterschiedliche Yoga-Traditionen können zur gleichen Zeit zu einer Yoga-Richtung gehören. Eine Yoga-Richtung kann spirituell oder säkular sein und erst in ein paar Jahren entstehen.
Das Jnana Yoga gilt als Weg der Erkenntnis. Hierbei werden die alten Schriften studiert. Philosophie, Meditation und gehören zu den Prioritäten.
Beim Karma Yoga wird ein selbstloses Dienen praktiziert. Das Bhakti Yoga ist der Weg der Liebe, die Hingabe zu Gott sowie zu den Menschen und der Schöpfung. Hierzu gehört die liebende Haltung gegenüber den Anderen, als auch Rituale, wie Puja, Kirtansingen und Gebete. Beim Raja Yoga geht es um Geistesbeherrschung. Gute Vorsätze, das Beobachten der Gedanken, Affirmationen, positives Denken und Meditation gehören zu den Übungen.
An dieser Stelle ist Ihnen das Hatha Yoga, der körperliche Yoga-Weg zu empfehlen. Dies besteht aus dem Bedürfnis den körperlichen Yoga-Weg zu gehen. Hierzu zählen die Asanas mit den authentischen körperlichen Übungen, das Pranayama, die Atemübungen, um die richtige Atmung zu erlernen sowie eine gesunde, vegetarische Ernährung. Weiterhin sind Entspannung, Meditation und positives Denken ein Teil des Yogas.
Weiterhin könnte das Kundalini Yoga Ihr Bedürfnis abdecken. Bei diesem energetischen Yoga werden Sie mehr Lebensenergie aufnehmen sowie die Kundalini, Ihr Potential wecken, die als weibliche Schöpferkraft gilt.

Individualität

Es ist eine Frage von Ihrem persönlichen Bedürfnis, welches Yoga Sie bevorzugen. Sie können bei der Wahl Ihre Intuition nutzen oder abwägen, ob die betreffenden Yoga-Stile gemäß Ihres Alter und Ihrer gesundheitlichen Kondition optimal abgestimmt werden können. Ansonsten fühlen Sie sich frei, unterschiedliche Yoga-Praktiken auszuprobieren. Wenn Sie schon wissen, zu welchem Yoga-Weg Sie ein Bedürfnis verspüren, ist es ratsam, ebenso die anderen Yoga-Stile ein wenig zu praktizieren. Beim beliebten Yoga Vidya wurden diese Yoga-Stile miteinbezogen.